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Ausflugsziele ohne Schranken

Wer die Natur barrierefrei erleben möchte, kann im Herbst verschiedene Ziele ansteuern, die gut erschlossen sind und die jeweils eine genussvolle Zeit an der frischen Luft ermöglichen.

Ausflugsziele ohne Schranken

Die Natur lockt im Voralpenland jederzeit zu einem Ausflug an der frischen Luft. Bild: appenzell.ch

Es gibt viele Gründe, warum barrierefreie Ausflugziele gesucht werden. Das Spektrum reicht von Familien mit Kinderwagen über Seniorinnen und Senioren mit Gehhilfen bis hin zu Rollstuhlfahrenden. Für ein Plus an Inklusion sorgen je nach Ausflugsziel darüber hinaus Angebote für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen.

"Für eine barrierefreie Zukunft" schreibt eine regionale Tourismusorganisation auf ihrer Website und der Claim zeigt, wo die Reise hingeht: Solche Angebote nehmen zu und werden auf Basis von Nutzer-Rückmeldungen weiter verfeinert.

Rundwege mit grossartigem Panorama

"SchweizMobil" kennzeichnet rollstuhlgängige Wege seit mehr als zehn Jahren. Zur Auswahl gehört Weg 992, der Appenzeller Rundweg, mit rund sieben Kilometern Länge. Ausgehend vom Bahnhof in Appenzell führt der Weg nach dem Verlassen des Dorfs über bequeme Pfade durch Matten und Wald, vorbei an Bauernhöfen und Feldern. Ausblicke in die Alpen inklusive, versteht sich. Die verkehrsarme Route führt bis zur Sitter-Überquerung in Weissbad, bevor es wieder zurück nach Appenzell geht. Die Route wird für Rollstühle als mittelschwer gewertet.

Ebenfalls mittelschwer, doch nur halb so lang ist der Rundweg in Nesslau (Weg 968). Auch dieser Weg, der idyllisch angelegt ist, besticht durch ein eindrucksvolles Bergpanorama, führt teils an der Thur vorbei und ermöglicht die Pause an einem Rastplatz.

Wer einfachere Routen sucht, findet diese vor allem entlang der Flüsse oder am Bodenseeufer. Im Thurgau gehört der Thur-Uferweg zwischen Weinfelden und Kradolf dazu. Auf etwa zehn Kilometern Länge führt der Weg teils direkt an der Thur entlang, teils durch die angrenzenden Auenwälder oder an Seitenarmen entlang.

Blinde und sehbehinderte Menschen können diese drei Wege auch mit der Sprachführung in der App "MyWay Pro" absolvieren.

Auge in Auge mit den Wildtieren

Oberhalb der Stadt St. Gallen lässt sich die Natur auf eine ganz andere Art erleben. Der Wildpark Peter und Paul ist ganzjährig geöffnet und bei freiem Eintritt Naherholungsgebiet und Tierpark zugleich. In der vor mehr als 130 Jahren gegründeten Anlage leben mehrere Hirscharten, Gämsen, Luchse, Murmeltiere, Wildschweine und Steinböcke in natürlicher Umgebung. Die Steinböcke aus St. Gallen legten gar den Grundstein zur Wiederansiedlung der Art in der Schweiz, darunter auch im benachbarten Alpstein. Das Gelände des Parks, der sich durch Gönner und Spenden finanziert, ist rollstuhlgängig. Hunde sind an der kurzen Leine erlaubt, sodass auch Assistenzhunde im Park mit dabei sein können.

Ausschliesslich im Rahmen gebuchter Führungen gibt es im Wildpark-Haus Anschauungs- und Informationsmaterial zu den im Wildpark lebenden Tieren, wie Gehörne, Geweihe, Felle und Spurenbilder, die betastet werden können. (bsr)

Internetadressen
appenzell.ch
thurgau-bodensee.ch
st.gallen-bodensee.ch
schweizmobil.ch
wildpark-peterundpaul.ch